Winterurlaub soll Spaß machen – tut er aber nicht, wenn schlecht verstautes Wintergepäck Fahrer und Insassen in Gefahr bringt. Aber keine Angst: In wenigen Schritten haben Sie Snowboard, Skier, Schlitten und Co. sicher im Auto verwahrt. So steigt der Puls erst auf der Abfahrtspiste anstatt schon auf der Hinfahrt.

Aus Ski wird Geschoss: Risiko Wintergepäck

Der Winter kann ganz schön anstrengend sein. Wenig Licht, kaum Bewegung und mieses Wetter zehren an unseren Kräften. Angesichts dieser Strapazen fliehen viele bei der erstbesten Gelegenheit in den Skiurlaub – und dann muss alles schnell gehen. Die Komplikation: Wenn Sie blitzschnell packen, kann aus Ihrem Gepäck ein blitzschnelles Wurfgeschoss werden.

Wenn Sie schwere, sperrige Gegenstände wie Skier, Snowboard, Schlitten und schwere Koffer ungesichert und lose ins Auto legen, birgt das ein großes Risiko. Der frei umherfliegende Ballast kann Ihren Innenraum schwer demolieren, im schlimmsten Fall sogar die Fahrzeuginsassen lebensgefährlich verletzen. Der ADAC Crashtest beweist: ein ungesicherter Gegenstand, der eigentlich nur 20 Kilogramm wiegt, würde bei einem Crash bei 50 Stundenkilometern mit einer Wucht von bis zu einer Tonne nach vorne geschleudert. Dazu kommt die gefährliche Form der Wintersportausrüstung: Horrorfilm-artig bohren sich Stahlkanten-gespickte Skier in die Rückenlehne, schwere Ausrüstung prallt an die Köpfe der Mitfahrenden. Zusammengefasst: Wer Ladungssicherung vernachlässigt, riskiert Wirbelsäulenverletzungen und Gehirnerschütterungen, wenn nicht Schlimmeres.

Die richtige Ladungssicherung für das Wintergepäck

Die gute Nachricht: Mit der entsprechenden Vorbereitung reduzieren Sie die Gefahr auf Null. Gerade auf den engen Serpentinenstraßen und steilen Bergpässen von Wintersportregionen sind plötzliches Bremsen und scharfe Kurven keine Seltenheit: deswegen hat einwandfreie Ladungssicherung hier oberste Priorität. Planen Sie also schon im Vorhinein gewissenhaft, was Sie einpacken wollen und – noch viel wichtiger – wohin damit.

Für sperrige Ausrüstung ideal ist der Transport in einer Dachbox. Die Weigl-Kaufhilfe für Dachboxen hilft Ihnen, die sicherste aus den vielen verschiedenen Modelltypen auszuwählen. Studieren Sie die Herstellerangaben gründlich und beachten Sie beim Fahren mit aufgeschnallter Dachbox auch die empfohlene Höchstgeschwindigkeit. Ein Standardwert sind maximal 130 Stundenkilometer. Zum Transport der Skier sind alternativ Magnet-Skiträger und Skisäcke möglich, welche natürlich ebenso nach Herstellerangabe gesichert werden müssen.

Aber nicht jedes Fahrzeug eignet sich für Dachgepäckträger. Kein Problem: In einem Kombi oder SUV passen viele Sportgeräte problemlos in den Innen- und Kofferraum. Sperrige, schwere Gegenstände wie Koffer und Wintersport-Equipment (Skier, Snowboard, Schlitten) sind mit ein paar Handgriffen sicher verstaut. Führen Sie zur idealen Absicherung immer Spanngurte und Decken im Fahrzeug mit. Ein Trennnetz oder -gitter verhindert zusätzlich umherfliegendes Gefahrengut.

Häufige Fehler bei der Ladungssicherung

  • Unterschätzen Sie die Gefahr nicht: Autofahrer konzentrieren ihre Vorbereitung oft auf die Witterung und vernachlässigen dabei die Ladungssicherung. Ein schwerwiegender Fehler, denn auch schlechte Ladungssicherung bringt die Gesundheit der Insassen in Gefahr. Und teuer sind Vergehen auch noch: Ein Verstoß kann bis zu 3 Punkte in Flensburg und 50 Euro Geldstrafe bedeuten, auch der Ausgleich der Versicherung ist fraglich.
  • Skier nie ungesichert in den Innenraum: Auch wenn Sie es für sicher halten, dürfen Ihre Skier oder Ski-Stöcke nie locker auf der Rückbank liegen oder zwischen die Vordersitze geklemmt werden. So wird die Bewegungsfreiheit des Fahrers eingeschränkt und es besteht die Möglichkeit, dass sie bei scharfem Bremsen nach vorne durchrutschen. Beides birgt ein hohes Gefahrenrisiko.
  • Auch Alltagsgepäck gut sichern: Viele vergessen trotz gut verspannter Ausrüstung, dass auch Alltagsgegenstände wie Koffer und Getränkekisten gut gesichert werden müssen. Besonders bei umherfliegenden Flaschen ist das lebensgefährlich. Eine Decke und ein Spanngurt schaffen Abhilfe.
  • Skistiefel nicht lose auf die Rückbank: Die schweren Schuhe können zum Geschoss werden. Packen Sie sie daher besser in den Kofferraum oder in den Fußraum hinter den Vordersitzen.
  • Versperren Sie sich nicht selbst die Sicht: Nutzen Sie den Kofferraum gut aus, aber testen Sie auch, ob der Blick nach hinten immer noch ungestört ist.

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