Bei Regen mit dem Auto unterwegs zu sein, kann die Nerven strapazieren und durchaus auch gefährlich werden. Scheibenversiegelungen versprechen eine bessere Sicht – aber wie verlässlich sind die Produkte?

Wenn wir  gemütlich zu Hause sitzen und an unserem Tee nippen, wird die Situation durch einen Regenguss vor dem Fenster sogar noch gemütlicher. Aber unterwegs im Auto sieht das gleich anders aus. Das Wasser verwandelt die Windschutzscheibe in eine undurchsichtige Schlierenwand und bei stärkeren Regenfällen können die Scheibenwischer oft nur noch teilweise helfen. Wie schön wäre es doch, wenn das Wasser einfach abperlen würde wie vom Gefieder der Enten und den Lotusblättern. Genau diesen „Lotus-Effekt“ versprechen Hersteller von Produkten zur Scheibenversiegelung.

Unter dem Mikroskop hat unsere Windschutzscheibe eine gebirgsartige Oberfläche mit vielen kleinen Vertiefungen. In diesen verfängt sich bei Regen das Wasser. Eine Versiegelung glättet die Scheibe und erhöht die Oberflächenspannung, so dass der Regen schneller gleichmäßige Tropfen bildet, die auf der Scheibe allerdings nicht mehr so viel Halt finden.

Das klingt erstmal gut, allerdings kann man dabei schnell in einen Teufelskreis der Vor- und Nachteile geraten.

Vorteile einer Scheibenversiegelung

  1. Eine Scheibenversiegelung sorgt dafür, dass Regen, der auf der Windschutzscheibe aufkommt, von vornherein größere Tropfen bildet und so nicht die komplette Sicht verschmiert.
  2. Fahren Sie an LKW’s vorbei, bekommen Sie im Normalfall einen ordentlichen Schwall Wasser ab, denn die Verkehrsriesen verdrängen viel davon zur Seite. Mit einer Versiegelung wird die Beeinträchtigung vermindert, da das Wasser schneller wieder von der Scheibe läuft.
  3. Bei einer Geschwindigkeit über 60 km/h werden die Tropfen dann vom Fahrtwind von der Scheibe geblasen, was laut den Herstellern den Scheibenwischer überflüssig machen soll.
  4. Abgesehen von ihrer Wirkung auf Regenwasser schützt eine Versiegelung die Scheibe auch vor Schnee, Eis und Insekten.

… und die Nachteile

Allerdings ist damit noch nicht alles gesagt, denn die einwandfreie Funktionsweise der Mittel ist vor allem eine Strategie der Hersteller, die gewisse Komplikationen oft verschweigen. Schließlich ist nicht jeder Autofahrer regelmäßig auf der Autobahn unterwegs und auch im Stadtverkehr werden nur selten 60 km/h erreicht. So betrachtet bleiben die Wassertropfen also auf der Windschutzscheibe. Und nun?

Wer jetzt doch den Scheibenwischer zum Einsatz bringt, könnte eine unangenehme Überraschung erleben. Denn das durch die Versiegelung zu kompakten Tropfen gebündelte Wasser wird nun wieder zerquetscht und als Film über die Scheibe verteilt. Reinigungsmittel im Wischwasser schaffen dann zwar Abhilfe, reduzieren aber gleichzeitig die Wirkung der Versiegelung.

Wenn Sie herausfinden möchten, ob eine Scheibenversiegelung für Sie geeignet ist, testen Sie am besten erst einmal mit einem möglichst aktuellen Produkt. Als Ausgangspunkt können Sie diesen Produkttest von autozeitung.de nutzen.

Ronny Michaelis | Fahrzeugaufbereiter UG Weigl

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