Die norwegische Region Hardanger lockt mit ihrer großartigen Natur, spektakulären Wasserfällen und blühenden Obstwiesen. Am besten erkunden Sie dieses Paradies mit dem Auto, auf der Norwegischen Landschaftsroute Hardanger. Neugierig geworden? Hier finden Sie die wichtigsten Infos!

Region und Geschichte

Das Gebiet schmiegt sich um einen der tiefsten Fjorde an der norwegischen Küste, den 170 Kilometer langen Hardangerfjord.

Hardanger ist in Norwegen für seinen Obstanbau bekannt, der schon im 13. Jahrhundert seinen Anfang nahm. Damals brachten englische Mönche die ersten Apfelbäume in die Region.

Hardanger hält aber noch viele andere Schönheiten bereit. Allein der Fjord ist ein Naturschauspiel für sich. Im klaren Wasser spiegeln sich die malerischen Bergketten und dem Wanderer bieten sich zu Fuß oder im Kajak immer wieder tolle Ausblicke. Dazu kommen zahlreiche Wasserfälle und der eisblaue Folgefonna-Gletscher.

Wenn Sie so richtig in die wilde Schönheit Norwegens eintauchen wollen, ist die Norwegische Landschaftsroute Hardanger die perfekte Wahl. Die Straße folgt ihren eigenen Gesetzen, mal haarscharf an Felsvorsprüngen vorbei, dann wieder unter blühenden Apfelbäumen entlang. Sie besteht aus vier Strecken: Granvin – Steinsdalsfossen (Straße 7), Norheimsund – Tørvikbygd (Straße 49), Jondal – Utne (Straße 550) und Kinsarvik – Låtefoss (Straße 13). Die Strecken haben eine Gesamtlänge von 158 Kilometern.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

Natürlich sollten Sie dem Hardangerfjord einen Besuch abstatten. Überall rund um den Meeresarm gibt es gut ausgeschilderte Wanderwege. Sie können auch abenteuerliche Kajakfahrten unternehmen oder sich im Angeln versuchen.

Eine besondere Attraktion ist die „Trollzunge“ (norw. Trolltunga) – ein Felsvorsprung, der 700 Meter über dem Stausee Ringedalsvatnet zu schweben scheint. Von dort haben Sie einen grandiosen Ausblick und fühlen sich angesichts der gewaltigen Bergformationen garantiert winzig.

Unter den zahlreichen Wasserfällen sticht zum Beispiel der Steinsdalsfossen heraus. Es gibt einen geheimnisvollen Weg hinter dem Wasserfall, den Sie begehen können, ohne nass zu werden. Eine ganz neue Perspektive auf eine Naturgewalt! Besonders gewaltig ist der Steindalsfossen im Mai und Juni, während der Schneeschmelze.

Der Låtefoss verläuft in zwei Flussläufen unter einer alten Steingewölbebrücke hindurch, die zur Landschaftsroute Hardanger gehört. Vergessen Sie hier nicht, die Fenster zu schließen, sonst werden Sie nass!

Auch der Skjervsfossen auf der Straße zwischen Granvin und Voss hat Hollywoodfilm-Potenzial. Seine Fallhöhe beträgt 150 Meter und er ist umgeben von Wegen, Treppen und Aussichtspunkten. Am Fuß des Wasserfalls könnt ihr euch in „der Dusche“ selbst von seiner ungeheuren Kraft überzeugen. Der Name ist meistens Programm.

Foto: TimOve (Lizenz: CC BY 2.0)