Schon zu Zeiten der Postkutschen und Lasttiere ließen sich die Menschen selten von einem Ziel abbringen, selbst wenn ihnen ein hoher Berg im Weg stand. Da der steile, direkte Weg oft nicht zu bewältigen war, konstruierte man einen kurvenreichen Weg, der sich schlangengleich den Hang hinauf wand: die Serpentinenstraße.

Heute natürlich haben sich unsere Fortbewegungsmittel sehr verändert und die Serpentinenstraßen müssen Autos, Motorräder und teilweise auch Reisebusse den Berg hinauf tragen. Eine solche Fahrt birgt allerdings gewisse Risiken, denn die Strecke ist oft unübersichtlich, eine besondere Fahrweise muss beachtet werden und im schlimmsten Fall können bergab die Bremsen ausfallen. Hier bekommen Sie einige Tipps, damit Sie sicher über die Kurvenstraße kommen.

Welche Gefahren gibt es?

Viele Gefahren beziehen sich ganz einfach auf die Gebirgslage der Serpentinen. Es kann zu Steinschlägen und schlechter Witterung kommen, die die Sicht erheblich erschwert. Dazu kommt ein starkes Längsgefälle, die Breite der Strecke variiert oft. Seitlich gibt es oft Absturzsicherungen in Form von Leitplanken oder Betonwänden. So wird verhindert, dass von der Straße abgekommene Fahrzeuge abstürzen. Gespanne, Wohnmobile oder Reisebusse haben es auf Serpentinenstraßen oft schwer. Informieren Sie sich auf jeden Fall über die Strecke, bevor Sie ihre Fahrt antreten. Auch mit kleinen Kindern oder Menschen mit Höhenangst an Bord ist eine Serpentinenstraße nicht unbedingt die beste Streckenwahl.

Wie fahren Sie Serpentinenstraßen richtig?

Wie immer im Straßenverkehr sind vorausschauendes Fahren und Rücksichtnahme das A und O. Auf manchen Strecken haben sich gewisse Regeln eingebürgert, etwa das Hupen vor einer Kurve (auch Kehre genannt). In den Kehren müssen Sie meist stark bremsen, kräftig einschlagen und dann ebenso stark wieder beschleunigen. Dabei müssen Sie darauf achten, nicht auf die Spur des Gegenverkehrs zu geraten! Bedenken Sie die Schräglage von Motorrädern in Kurven und überholen Sie diese möglichst nicht kurz vor einer Kehre. Generell sollten Sie auf Serpentinenstraßen sparsam mit Überholmanövern umgehen. Halten Sie den Motor bergauf im mittleren Drehzahlbereich und gehen Sie bergab immer mal wieder vom Bremspedal, damit die Bremsen nicht überhitzen.

Beachten Sie auch beim Packen vor der Reise einige Regeln. Motorradfahrer verstauen schweres Gepäck am besten im Tankrucksack. Im Auto sollten die Gepäckstücke möglichst nah an der Rücksitzbank befestigt werden, in Kombis hilft auch ein Gepäcknetz.

Was, wenn die Bremsen ausfallen?

Natürlich sollten Sie vor dem Beginn Ihrer Fahrt gewissenhaft überprüfen, ob Ihre Bremsen intakt sind. Kommt es bergab doch zum Ausfall der Bremsen, pumpen Sie zunächst mehrmals mit dem Bremspedal, um die Dampfblasen in der Bremsflüssigkeit zu verkleinern. Schalten Sie gleichzeitig herunter und nutzen Sie die Handbremse. Wenn das nicht hilft, halten Sie nach einer Notabzweigung Ausschau, die bergauf führt und ihr Auto ausbremst. Die letzte Möglichkeit bildet die Blechbremsung. Dabei schrammen Sie mit dem Auto so lange an einer Leitplanke oder Felswand entlang, bis es zum Stehen kommt.

Falls Sie nach Inspiration für die nächste Autoreise suchen: Eine Auswahl der schönsten Serpentinenstraßen gibt es sicher in den Alpen.

Dietmar Vogel | Mechaniker

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Dietmar Vogel | Mechaniker | Tel.: 0 34 43 / 4 61 00
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