Sicheres Auto fahren hört nicht beim Anschnallen und Blinken auf: ein korrekter Reifendruck ist ebenso wichtig und soll durch Kontrollsysteme gewährleistet werden – aber wie funktioniert das?

Mehr Sicherheit durch Reifendruck

Wenn auf einer Fahrradtour mal die Luft auf einem Reifen knapp wird, ist das zwar ärgerlich, aber man fährt auch mit dem schlafferen Reifen durchaus noch weiter, wenn gerade keine Luftpumpe zur Hand ist. Beim Kraftfahrzeug kann ein fehlerhafter Reifendruck jedoch schnell gefährlich werden! Denn er verlängert die Bremswege, beeinträchtigt die Kurvenlage und die Reifen können sich zudem erhitzen.

Da es unter diesen Umständen schnell zu bösen Unfällen kommen kann, sollen Reifendruckkontrollsysteme, kurz RDKS, den korrekten Reifendruck bei Kraftfahrzeugen überwachen. So ein System hat übrigens noch weitere Vorteile: Sie sparen Sprit, vermeiden einen unnötigen Verschleiß der Reifen und sparen sich Luftdrucküberprüfungen per Hand.

Direkte und indirekte Reifendruckkontrollsysteme

Es gibt veschiedene Arten von RDKS, grob unterscheidet man zwischen direkten und indirekten Systemen.

Beim direkten System werden Srucksensoren an Ventilen oder Felgen der Reifen befestigt und messen dort Innendruck und Lufttemperatur. Diese Daten werden an ein Steuergerät im Fahrzeug weitergeleitet, welches den Fahrer bei Druckabfall warnt. Direkte Systeme erkennen schleichende und plötzliche Druckverluste an allen Reifen, brauchen allerdings eine eigene Hardware und sind daher in Anschaffung und Erhaltung teurer als indirekte Systeme – aber auch genauer.

Indirekte Systeme nämlich beziehen sich auf die Drehzahl der Räder, die von schon im Fahrzeug vorhandenen Sensoren gemessen wird (z.B. ABS-Sensoren). Tritt in einem Reifen Druckverlust auf, erhöht sich die Drehzahl, was vom RDKS als Druckabfall erkannt wird. Da bei dieser Methode allerdings zwischen den vier Reifen verglichen wird, kann ein gleichzeitiger Druckabfall in allen Reifen nicht als solcher erkannt werden. Manche indirekte Reifendruckkontrollsysteme beziehen sich allerdings auch auf die Schwingbewegung der Reifen: tritt im Schwingungsmodus eines Rades eine Änderung auf, wird das ebenfalls als Druckabfall erkannt und der Fahrer erhält eine Warnung. Für indirekte Systeme ist die Hardware schon im Auto vorhanden und es muss lediglich die Software erweitert werden, das macht diese Version preiswerter.

Mittlerweile muss bei der Fahrzeugherstellung aber ohnehin ein Reifendruckkontrollsystem integriert werden, ob nun direkt oder indirekt. Achten Sie vor allem bei der Reifenmontage darauf, welchen Typ Kontrollsystem ihr Fahrzeug enthält. Bei einem indirekten System muss nach der Montage lediglich die Software aktualisiert werden, um die neuen Werte aufzunehmen, bei einem direkten System müssen die Sensoren in den Reifen neu gewartet werden.

> Weitere Details und Informationen rund um Reifendruckkontrollsysteme finden Sie auch hier.

> Auf den Seiten des ADAC können Sie sich ebenfalls über den richtigen Umgang mit RDKS informieren.

Toni Zeymer | Servicehelfer

Im Zweifel sollte immer ein Profi einen Blick auf Ihre Reifen werfen. Bei uns sind Sie an der richtigen Adresse!

Toni Zeymer | Servicehelfer | Tel.: 0 34 43 / 4 61 00
Jetzt Werkstatttermin vereinbaren!