Die Förderung von Elektroautos ist der deutschen Regierung ein ganz besonderes Anliegen, denn noch immer sind auf unseren Straßen zu wenig Stromer unterwegs. Doch wie hoch ist die Prämie und welche Modelle werden gefördert?

Die staatliche Förderung von Elektroautos in Deutschland heißt nicht umsonst „Unweltbonus“. Denn die Prämie soll vor allem dafür sorgen, dass mehr Benziner und Diesel durch Stromer ersetzt werden. Noch immer produziert der Straßenverkehr zu viel CO2. Wenn das so bleibt, kann die Bundesregierung ihre Klimaziele nicht erreichen. Dass bis 2020 eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen fährt, ist schon jetzt ein sehr sportlicher Vorsatz. Denn so sehr sich Politiker und Hersteller auch anstrengen: die Kunden bleiben zögerlich, was Elektroautos angeht. Trotzdem geht es langsam, aber sicher vorwärts. Und auch der Umweltbonus könnte dazu seinen Teil beitragen. Hier finden Sie alle Infos im Überblick.

Förderung von Elektroautos – Alles zur Prämie

  • Reine Elektroautos werden mit 4.000 Euro gefördert, Hybrid- und Brenstoffzellenfahrzeuge mit 3.000 Euro. Daovon übernimmt der Staat jeweils die Hälfte, die andere leistet der Hersteller als Preisnachlass. Direkt beim Kauf wickelt der Hersteller die Prämie ab.
  • Die Förderung gilt rückwirkend für Käufe ab dem 18. Mai 2016. Es gibt kein festes Enddatum, sondern vielmehr das Motto „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. 1,2 Millionen Euro sind im Prämientopf. Ist er leer, endet auch die Förderung.
  • Um die Förderung zu bekommen, müssen Sie beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) einen Antrag stellen. Diesen finden Sie online auf der Internetseite des Amtes. Achtung: Zusätzlich zum Antrag müssen Sie den Kauf- beziehungsweise Leasingvertrag Ihres neuen Stromers hochladen.

Förderung von Elektroautos – Welche Modelle sind dabei?

Um nicht den Vorwurf auf sich zu ziehen, lediglich teure Luxusmodelle zu fördern, hat die Regierung eine Obergrenze festgelegt. Gefördert werden nur Fahrzeuge, bei denen der Netto-Listenpreis des Basismodells maximal 60.000 Euro beträgt. Damit fällt zum Beispiel Teslas begehrtes Modell S aus der Liste. Es bleiben aber noch stattliche 81 Modelle, die für die Prämie infrage kommen. Besonders häufig wurde sie bisher beispielsweise für den Renault Zoe, den BMW i3 und den Plug-in-Hybrid BMW 225 xe in Anspruch genommen. Eine komplette Liste der geförderten Modelle finden Sie ebenfalls beim Bafa.  Anträge dürfen Privatpersonen, Firmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine stellen. Autokäufer, die die Prämie haben wollen, müssen ihr Auto mindestens neun Monate behalten.

Einen zusätzlichen Anreiz könnte auch die Befreiung von der Kfz-Steuer darstellen: Bis Ende 2020 müssen Besitzer eines E-Autos fünf Jahre ab Neuzulassung keine Kfz-Steuer zahlen. Und auch das dürftige Ladenetz in Deutschland soll nun rasant ausgebaut und durch viele Schnellladesäulen sowie normale Ladesäulen ergänzt werden. Steht der Elektro-Durchbruch also kurz bevor? Es bleibt spannend.

BMW i3 (94 Ah) mit reinem Elektroantrieb BMW eDrive:
Stromverbrauch in kWh/100 km (kombiniert): 13,6-13,1
CO2-Emissionen in g/km (kombiniert): 0
 BMW i3s (94 Ah) mit reinem Elektroantrieb BMW eDrive:
Stromverbrauch in kWh/100 km (kombiniert): 14,3
CO2-Emissionen in g/km (kombiniert): 0
BMW 225xe iPerformance Active Tourer*:
Kraftstoffverbrauch in l/100 km (kombiniert): 2,1-2,0
CO2-Emissionen in g/km (kombiniert): 49-46
Stromverbrauch in kWh/100 km (kombiniert): 11,9-11,8
Renault ZOE: Stromverbrauch in kWh/100 km (kombiniert): 13,3 kWh
CO2-Emissionen in g/km (kombiniert): 0